Wölfe mit Räude: Was wurde aus den erkrankten Tieren?

In Ostsachsen waren jüngst an Räude erkrankte Wölfe unterwegs. Die Tiere sind verschwunden.
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In Ostsachsen sorgten an Räude erkrankte Wölfe für Aufsehen.
In Ostsachsen sorgten an Räude erkrankte Wölfe für Aufsehen.

Die Wildkameras brachten Ende Dezember vergangenes Jahr Gewissheit: Zwei Wölfe hatten sich in einem Heulager in Ostsachsen eingenistet. Besonders brisant: Die Tiere waren sichtlich an Räude erkrankt (wir berichteten). Eine Krankheit, die auch auf eine hohe Population schließen lässt. Mittlerweile sind die Tiere verschwunden. 

Wölfe wurden nicht entnommen

„Es hat keine Entnahme erkrankter Tiere nach § 11 Sächsische Wolfsmanagementverordnung in Verbindung mit § 45 Bundesnaturschutzgesetzt stattgefunden. Allein die Erkrankung an Räude ist kein Grund für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung zur Entnahme eines Tieres der besonders geschützten Tierart Wolf. Es handelt sich dabei immer um eine Einzelfallentscheidung, abhängig vom Gesundheits- und Leidenszustand des Tieres“, teilt Karin Bernhardt, von der Pressestelle des sächsischen Landesamts für Umwelt, mit.

Wo sind die Tiere hin?

Die „Fachstelle Wolf“ habe deshalb bei den gemeldeten Räudefällen nicht nur sofort das Monitoring aktiviert und Kontakt zu den Besitzern der Heulager aufgenommen, sondern auch mit dem jeweils zuständigen Veterinäramt und dem dort ansässigen Amtstierarzt. Dieser hätte im akuten Fall das Tier sedieren und durch anschließende Euthanasiering von seinem Leid hätte erlösen müssen. Allerdings: „In allen Fällen, die uns in jüngster Zeit gemeldet wurden, sind die an Räude erkrankten Wölfe nicht mehr gesichtet worden.“

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