Wildmonitoring: Rebhuhnbesätze stabilisieren sich

Im zwei Jahresrhythmus ermitteln Jägerinnen und Jäger die Zahlen ihrer Rebhuhnbesätze im Revier. Nun wurden die Ergebnisse von 2021 veröffentlicht.
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Rebhuhn
Die Besätze der Rebhühner stabilisieren sich langsam.

Auf dem Bundesjägertag stellte der Deutsche Jagdverband (DJV) erste Ergebnisse der flächendeckenden Erfassung der Rebhühner vor. Für das verbandseigene Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands (WILD), haben Wissenschaftler Daten aus 20.000 Revieren ausgewertet. Grundlage der Erfassung sind dabei die geschätzten Zahlen der Jägerinnen und Jäger. Das Ergebnis zeigt einen leichten Anstieg gegenüber 2019. Im Frühjahr 2021 gab es ein Rebhuhnpaar auf drei Quadratkilometer. Die meisten Rebhühner leben in Nordrhein-Westfahlen, dicht gefolgt von Hessen und Rheinland-Pfalz. Anzumerken ist noch, dass die Daten aus Baden-Württemberg und Bayern für 2021 noch nicht vorliegen. Schleswig-Holstein wurde aufgrund abweichender Erfassungsmethoden nicht miteinbezogen.

Kein Klimaschutz auf Kosten der Artenvielfalt

Als Zeigeart für den Zustand des Offenlands hat sich der Bestand der Rebhühner über die Jahrzehnte negativ entwickelt. Daher fordert DJV-Präsident Dr. Volker Böhning auf dem Bundesjägertag, dass der Klimaschutz nicht gegen den Artenschutz ausgespielt werden darf. Die angestrebten Änderungen des Bundesnaturschutzgesetzes zugunsten des Ausbaus erneuerbarer Energien habe in der jetzigen Form gravierende Auswirkungen auf Wildtiere.

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