Problemwolf: Wolf zum Abschuss freigegeben

Brandenburg will die Wolfsrisse in den Griff bekommen. Daher gab es bereits mehrere Abschussgenehmigungen.
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In Brandenburg soll es derzeit mehrere Abschussgenehmigungen für Problemwölfe geben.
In Brandenburg soll es derzeit mehrere Abschussgenehmigungen für Problemwölfe geben.

In Brandenburg gibt es derzeit eine aktive Ausnahmegenehmigung für den Abschuss eines Problemwolfes im Landkreis Teltow-Fäming. Das hat nun das zuständige Umweltministerium gegenüber der Redaktion bekannt gegeben. "Bei vier Übergriffen im Juli 2022 im Landkreis Teltow-Fläming auf eine durch empfohlene Herdenschutzmaßnahmen geschützte Schafherde wurde derselbe Wolf als Verursacher festgestellt", begründet das Ministerium die Genehmigung.

Es handelt sich dabei nicht um die erste Abschussgenehmigung in Brandenburg. Bereits im Frühjahr 2021 sowie 2022 hatte es derartige Ausnahmegenehmigungen gegeben, blieben aber ohne Vollzug.

Neue Wolfsverordnung ermöglicht Abschuss

Mit einer geänderten Wolfsverordnung hatte Brandenburg zuletzt die Anforderungen für einen Wolfsabschuss erleichtert. Demnach dürfen nun Entnahmen von Wölfe angeordnet werden, „die über einen längere Zeiträume in bestimmten Gebieten überdurchschnittlich oft Nutztiere reißen“, hieß es damals vom Ministerium. Auch eine Entnahme bei mehrfachen Übergriffen auf Rinder und Pferde gelte als Grund.

In Brandenburg wurden im Monitoringajahr 2021/2022 61 Wolfsterritorien gezählt. Diese umfassen 47 Rudel und 14 Paare mit 160 Welpen. Für sieben Gebiete sei der Status unklar.

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