Neuer Umweltminister: Aus für Wolfsjagd in Niedersachsen?

Es deutet daraufhin, dass Christian Meyer Olaf Lies als Umweltminister beerben wird. Doch was bedeutet das für die Wolfsjagd?
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Die Wolfspopulation steigt in Niedersachsen immer weiter an.
Die Wolfspopulation steigt in Niedersachsen immer weiter an.

Mit seiner klaren Linie gegen Problemwölfe hatte Olaf Lies (SPD) in den vergangenen Jahren einige Wolfsabschüsse in Niedersachsen durchführen lassen. Doch mit dieser Praxis könnte nun Schluss sein. Nach Angaben der „dpa“ haben sich SPD und Grüne darauf verständigt, dass das Umweltministerium wieder den Grünen zufallen wird und Christian Meyer neuer Umweltminister wird. Meyer gehörte von 2013 bis 2017 der Landesregierung an – damals allerdings als Landwirtschaftsminister.

Sofortiger Stopp der Wolfsjagd

Die Grünen hatten im vergangenen Jahr vor dem Staatsgerichtshof in Bückeburg geklagt, weil sie in Erfahrung bringen wollten, welche Abschussgenehmigungen zum damaligen Zeitpunkt vorlagen.

Christian Meyer, damals wolfspolitischer Sprecher der Grünen, hatte dazu unter anderem gesagt: Wir fordern einen sofortigen Stopp der Wolfsjagd in Niedersachsen. Die Abschusspraxis von SPD-Umweltminister Lies halten wir für rechtswidrig.“ Als Lösung der Probleme in Niedersachsen sah Meyer damals folgende Lösung: „Wir fordern eine Rückkehr zu einer sachorientierten Wolfspolitik, die auf Polemik und das Schüren von Ängsten verzichtet. Umfragen von NABU und Landvolk belegen eine unverändert hohe Zustimmung zum Schutz des Wolfes in der Bevölkerung. Das Land steht in der Verantwortung, die Rückkehr des Wolfes mit dem Schutz der Weidetierhaltung bestmöglich zusammenzuführen. Um Konflikte mit dem Wolf zu vermeiden, brauchen wir einen flächendeckenden Herdenschutz. Die ökologisch wertvolle Weidetierhaltung wollen wir mit einer Weidetierprämie nicht nur für Schafe und Ziegen sondern auch für Rinder unterstützten.“

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