Nach Wildunfall: Falsche Jäger stehlen Reh von Unfallstelle

Dreister Wilddiebstahl: Nach einem Wildunfall gaben sich zwei Männer als Jäger aus und nahmen ein verunfalltes Reh mit.
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Zwei vermeintliche Jäger hatten das Reh nach einem Wildunfall gestohlen.
Zwei vermeintliche Jäger hatten das Reh nach einem Wildunfall gestohlen.

Zu einem ungewöhnlichen Fall von Wilderei kam es am Samstagabend in Mühlheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen). Wie die Polizei Essen berichtet, meldete eine 57-Jährige, dass sie mit ihrem Auto mit einem Reh kollidiert sei. Noch bevor die Beamten die Unfallstelle erreichten, tauchten zwei Männer am Unfallort auf, die sich als Jäger ausgaben. Sie luden das verletzte aber nicht verendete Reh in ihr Fahrzeug und boten der Unfallfahrerin noch an, ein Foto vom Kennzeichen zumachen.

Foto führte zu den Tatverdächtigen

Als der zuständige Jäger und die Polizeibeamten am Unfallort dann eintrafen, waren die beiden vermeintlichen Jäger bereits mit dem Reh verschwunden, berichtet die Polizei weiter. Anhand des Fotos konnten die Beamten jedoch die Anschrift der mutmaßlichen Tatverdächtigen ermitteln.

Durchsuchungsbeschluss für Gutshof erwirkt

Vor Ort trafen die Polizisten dann auf einen 25-jährigen Deutschen, der anhand des Fotos als Tatverdächtiger identifiziert werden konnte. Nach Konfrontation habe der Mann zugegeben, dass Reh im Wald entsorgt zu haben, heißt seitens der Polizei. Auf dem Gutshof habe man jedoch einige Reste des nun toten Rehs direkt neben der Eingangstür entdeckt. Durch eine zuständige Richterin wurde daraufhin ein Durchsuchungsbeschluss für das Anwesen erwirkt. Da der mutmaßliche Wilderer und sein ebenfalls dort anwesender Bruder zunächst Widerstand leisteten, wurde ein Diensthundeführer sowie Kräfte der Einsatzhundertschaft hinzugezogen. Dabei entdeckten die Beamten jedoch keine weiteren Teile des Rehkadavers. Gegen die beiden Brüder wird nun wegen Jagdwilderei sowie Widerstand gegen die Polizei ermittelt.

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