Nach Schafsriss: Goldschakal als Verursacher bestätigt

In Bayern wurden drei Schafe gerissen. Zunächst wurde ein Wolfsangriff vermutet. Untersuchungen ergaben aber nun ein anderes Ergebnis.
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Das ist der erste bestätigte Nutztierriss in Bayern durch einen Goldschakal.
Das ist der erste bestätigte Nutztierriss in Bayern durch einen Goldschakal.

Am Morgen des 28. April fand ein 69-jähriger Schäfer auf einer seiner Wiesen bei Grasleiten (Bayern) drei tote Schafe, die zum Teil übel zugerichtet und angefressen waren. Laut „merkur.de“ berichtete der Schäfer, dass er einen Wolf verdächtige und umgehend die Fachleute des Landesamts für Umwelt (LfU) verständigte. Der Vorfall wurde daraufhin dokumentiert und genetisches Material für weiterführende Untersuchungen entnommen. Der Experte des LfU sei zu diesem Zeitpunkt schon skeptisch gewesen und hätte eher ein kleines Raubtier wie den Fuchs in Verdacht gehabt. Aufgrund dieser Annahme wurde der Fall nicht mit höchster Priorität behandelt.

Ergebnisse nach drei Monaten

In der vergangenen Woche erhielt der Schäfer telefonisch das Ergebnis des DNA-Tests. Anders als erwartet war der Verursacher ein Goldschakal.

Der Goldschakal wurde bis dato nur neun Mal in Bayern nachgewiesen. Der Fall bei Grasleiten ist laut dem LfU der erste Nutztierriss in Bayern, der auf einen Goldschakal zurückzuführen ist.

Kein Anspruch auf Schadenersatz

Wenn Tierhalter einen Verlust durch einen großen Beutegreifer erleiden, wird ihnen in den meisten Fällen der materielle Schaden ersetzt, das wären in diesem Fall rund 400 Euro. Der Goldschakal gehört aber in Deutschland nicht zu den großen Beutegreifern wie der Wolf, Bär oder Luchs. Ein Schadenausgleich ist laut LfU nicht möglich.

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