Mit Wildschwein verwechselt: Jäger schießt mehrfach auf Wisent

In Polen hat ein Jäger versehentlich eine führende Wisentkuh erlegt. Er zeigte sich daraufhin selbst an.
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Erst vor wenigen Monaten bekam die Wisentkuh ihr Kalb. (Symbolbild)
Erst vor wenigen Monaten bekam die Wisentkuh ihr Kalb. (Symbolbild)

Vor wenigen Tagen hat ein Jäger während einer Drückjagd auf einem Truppenübungsplatz, etwa 100 Kilometer östlich von Stettin (Polen) mehrfach auf eine Wisentkuh geschossen. Laut „wp.de“ habe der Jäger die führende Wisentkuh in einem Topinamburfeld für ein Wildschwein gehalten haben.

Das Wildrind wurde mit insgesamt drei Schüssen aus etwa 100 Metern Entfernung gestreckt. Als der Schütze seinen Irrtum erkannte, erstattete er umgehend Anzeige gegen sich selbst. Was mit dem Kalb passiert ist, ist unklar.

Zunehmende Wilderei

Seit 1980 leben in Westpommern wieder Wisente. Die Naturgesellschaft betreut in Westpommern Wisentherde mit etwa 300 Wildrindern. Wie die Naturgesellschaft mitteilt, seien aus der Herde seit September insgesamt acht Wisente verschwunden. Zwei davon wurden nachweislich illegal erlegt, bei zwei Weiteren bestehe der Verdacht der Jagdwilderei.

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