Mähtod: Unbekannte lassen gerettete Rehkitze frei

Unbekannte ließen Rehkitze vorzeitig aus ihren sicheren Boxen. Die falsch verstandene Tierliebe bedeutete für die Kitze den Tod.
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Rehkitz
Der Jagdpächter hat die eigentlich geretteten Kitze vermäht aufgefunden.

Wie „rp-online berichtet“ hatten sich am Morgen des 22. Juni ein Jagdpächter mit freiwilligen Helfern und einem Drohnenpiloten des Vereins Rader Kitzrettung am Höllerhof nahe der Ortschaft Im Busch (Raderwald, Nordrhein-Westfalen) getroffen, um aus einer Wiese die Rehkitze zu retten, bevor diese im Anschluss von den Landwirten gemäht wurde. Die in der Wiese gefundenen Kitze konnten in Transportboxen außerhalb der Grünflächen gesichert werden.

Unbekannte bringen Rehkitzen den Tod

Als der Jagdpächter nach der Mahd die Kitze aus den Transportboxen entlassen wollte, bemerkte er, dass zwei der Boxen bereits geöffnet waren. Kurz darauf machte er einen schrecklichen Fund: Der Instinkt der drei freigelassenen Rehkitze geleitete die Jungtiere nach der mutwilligen Freilassung zurück ins hüfthohe Grün. Dort wurden sie von der Maschine des Landwirts vermäht. Der Landwirt war im guten Glauben, dass sich keine Tiere mehr auf der Wiese befanden.

Da die Transportboxen nahe des Wirtschaftsweg abgestellt wurden, vermutete der Jagdherr, dass vorbeikommende Personen die eingesperrten Kitze sahen und dann die Situation falsch einschätzten und die Jungtiere frei ließen.
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