Lohnunternehmer überfährt absichtlich Schwarzwild mit Traktor

Bei einer Maisernte hat ein Maschinenführer absichtlich acht Stücke Schwarzwild mit dem Traktor verfolgt, überfahren und getötet.
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Acht Stücke Schwarzwild zwischen 30 und 50 Kilogramm wurden bei dem Übergriff getötet (Symbolbild).
Acht Stücke Schwarzwild zwischen 30 und 50 Kilogramm wurden bei dem Übergriff getötet (Symbolbild).

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern hat am Montag, den 12. September 2022, ein Maschinenführer mehrere Stücke Schwarzwild getötet. Dabei habe der Mann, der zu diesem Zeitpunkt für ein Lohnunternehmen gearbeitet haben soll, die Tiere offensichtlich gezielt verfolgt und überfahren. Das geht aus einer offiziellen Stellungnahme der Vorsitzenden der Agrarvereinigung Toddin eG, Leonie Thoms, hervor, auf dessen Fläche sich der Vorfall ereignet hatte.

Gegenüber der Redaktion zeigte sich Thoms fassungslos. „Die Handlungsweise des jungen Mannes macht uns fassungslos. Wir können gar nicht glauben, wie man so verroht sein kann“, heißt es in der Stellungnahme. Der Landwirtschaftsbetrieb habe Anzeige gegen den 22-jährigen Traktorfahrer erstattet.

Jagdpächter verurteilt Vorfall

In der gemeinsamen Stellungnahme mit dem Landwirtschaftsbetrieb nennt der zuständige Jagdpächter Bodo Thurlach den Vorfall „einfach nur ekelerregend“. Für ihn sei es „ein großer Unterschied, ob ich ein Tier fachgerecht töte, um es später zu verwerten und zu essen, oder aber einfach nur grausam und sinnlos zu Brei fahre.“

Der Jäger beauftragte einen Anwalt, um Schadensersatzforderungen durchzusetzen. Dabei betonte er, dass es für ihn dabei nicht um das Geld oder den Umstand einer möglichen Jagdwilderei gehen würde. Es geht seiner Stellungnahme nach darum, dass „die Weidgerechtigkeit, also der Respekt vor jedem Mitgeschöpf, an erster Stelle“ für ihn stehe.

Polizei ermittelt

Laut „ndr.de“ ist die Anzeige von Bodo Thurlach bereits bei der Polizei eingegangen. Es würden bereits Ermittlungen der zuständigen Polizei gegen den 22-jährigen aus Schleswig-Holstein wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und des Verdachts der Jagdwilderei laufen.

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