Jagdzeitverlängerung auf Schalenwild: LJV reicht Klage ein

In Brandenburg wurde die Jagdzeit auf Reh-, Rot- und Damwild verlängert. Der Landesjagdverband Brandenburg klagt nun dagegen.
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Auf Reh-, Rot- und Damwild darf in Brandenburg in den ASP-Gebieten zwei Wochen länger gejagt werden.
Auf Reh-, Rot- und Damwild darf in Brandenburg in den ASP-Gebieten zwei Wochen länger gejagt werden.

Mitte Januar hat die Oberste Jagdbehörde in Brandenburg bekannt gegeben, dass die Jagdzeit auf Reh-, Dam- und Rotwild um zwei Wochen in den Sperrzonen I und II der ASP-Gebiete verlängert wurde. Da in den Gebieten zum Teil noch immer die Durchführung von Drückjagden untersagt und die Jagdausübung erschwert sei, habe man zur Erfüllung der Abschusspläne mittels Allgemeinverfügung die Jagdzeit verlängert.

LJV Brandenburg reicht Klage ein

Der Landesjagdverband Brandenburg hat gegen die Entscheidung nun Klage beim Verwaltungsgericht Potsdam eingereicht. Die Allgemeinverfügung bezieht sich auf neun Landkreise mit einer Gesamtfläche von 570.000 Hektar. Bereits im Jahr 2021 hatte es eine Jagdzeitverlängerung von zwei Wochen gegeben. In den 14 Tagen wurden damals nur im Landesbetrieb Forst Brandenburg 378 Stück Schwarzwild, 299 Rehe sowie 61 Stück Rot- und Damwild erlegt.

„Diese wiederholte Entscheidung erweckt den Anschein, das den Verantwortlichen im MLUK jegliche Kenntnis der tierschutzrechtlichen und wildbiologischen Zusammenhänge fehlt und es nur darum geht, möglichst viel Schalenwild totzuschießen. Dazu besteht aber überhaupt kein Grund, denn im ganzen Land berichtet die Jägerschaft von deutlich abnehmenden Wildbeständen“, sagt Dr. Dirk-Henner Wellershoff, Präsident des Landesjagdverbandes Brandenburg (LJVB).

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