Jagdunfall: Jäger durch eigene Waffe tödlich verletzt

Da er von der Jagd nicht heimkehrte, begaben sich die Angehörigen eines Jägers auf die Suche nach ihm und fanden ihn leblos auf.
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Der Jäger wurde durch einen Schuss aus seiner eigenen Waffe getötet.
Der Jäger wurde durch einen Schuss aus seiner eigenen Waffe getötet (Symbolbild).

Am Montag, den 5. September 2022, hatte sich nachmittags in Hilpoltstein im Landkreis Roth, Bayern, ein 55-jähriger Jäger zur Jagd aufgemacht. Im Revier kam es dann offenbar zu einem Unfall, infolgedessen der Waidmann tödlich verletzt wurde. Das geht aus einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken hervor.

Da der Jäger von der Jagd nicht heimkehrt war, machten sich die Angehörigen auf die Suche nach ihm. Sie fanden den Mann in einem Waldstück zwischen Mörlach und Stockach leblos auf. Die verständigten Rettungskräfte und der alarmierte Notarzt konnten nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Erste Ermittlungsergebnisse deuten auf Unfall

Wie die Polizei Mittelfranken gegenüber der Redaktion mitteilte, geht die zuständige Kriminalpolizei derzeit von einem tragischen Unfall aus. Der Jäger wies beim Auffinden eine Schusswunde auf. Die Ergebnisse des rechtsmedizinischen Gutachtens bestätigten die Schussverletzung als Todesursache. Es deute jedoch nichts auf ein Fremdverschulden durch beispielsweise einen anderen Jäger, eine Gewalttat oder einen Suizid hin. Das Projektil, das zum Tod führte, stammte aus der Jagdbüchse des Verunfallten.

Der Jäger führte einen Repetierer vom Modell Steyer Mannlicher Luxus im Kaliber .243 Winchester. Die Büchse besitzt einen Stecher mit geringem Abzugsgewicht. Der Mann war abseits eines Weges in einem mit Brombeeren bewachsenen Areal unterwegs gewesen. Vermutlich sei der Mann bei der Pirsch gestolpert und habe sich so die Schusswunde zugezogen, so die Polizei.

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