Jagdrecht: Minister will Jagdgesetz novellieren

In Mecklenburg-Vorpommern soll das Jagdgesetz novelliert werden. Dies sieht die Koalitionsvereinbarung der Regierungsparteien vor.
Image
Rehbock-im-Wald
Für Rehwild soll die bisherige Abschussplanung abgeschafft werden.

Bei der Delegiertenkonferenz des LJV Mecklenburg-Vorpommerns hat Dr. Till Backhaus die Pläne für die Jagdgesetz-Novellierung vorgestellt. In den vergangenen Jahren hätten sich viele Gegebenheiten geändert, wodurch eine Novellierung nun dringend notwendig sei, so Backhaus. Besonders die notwendig gewordene Aufforstung und Waldmehrung in Mecklenburg-Vorpommern würde einen angepassten Wildbestand benötigen. Dafür wolle man die Abschusspläne auf die Bedürfnisse des Waldumbaus ausrichten, Grundlage soll die Einführung des Wildwirkungsmonitorings sein. Rehwild soll ganz aus der Abschussplanung genommen und auf die zivilrechtliche Ebene verlagert werden. Verpächter und Pächter müssen sich dementsprechend untereinander abstimmen. „Für weibliches Wild von Rot- und Damwild werden nur noch Mindestabschüsse vorgegeben. Das männliche Rot- und Damwild ist wie bisher zu planen“, so Till Backhaus.

Bleifrei: Drei Jahre Übergangsfrist

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Bleiminimierung in Mecklenburg-Vorpommern. Nachdem bereits die Landesforsten auf bleifrei umgestellt wurden und man nach anfänglicher Skepsis gute und zuverlässige Ergebnisse mit bleifreier Munition verzeichnen konnte, will man nun im gesamten Bundesland bleihaltige Munition minimieren. Der Übergangszeitraum zum Wechsel auf bleifrei soll drei Jahre betragen. Dadurch werden alle Jäger genug Zeit haben sich rechtzeitig umzustellen“, so Backhaus.

Weitere Funktionen
Kommentieren Sie