Jagdgesetz: Auch zweiter grüner Entwurf sorgt für Kritik

Neuer Jagdgesetzentwurf in Brandenburg: Der LJV Brandenburg wehrt sich gegen den zweiten Entwurf und kündigt Widerstand an.
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Der zweite Entwurf zum Jagdgesetz sorgt ebenfalls für Diskussionen.
Der zweite Entwurf zum Jagdgesetz sorgt ebenfalls für Diskussionen.

Auch der zweite Entwurf für ein neues Jagdgesetz sorgt in Brandenburg für massive Kritik seitens des Jagdverbands. Wie der Landesjagdverband Brandenburg erklärt, sei dem LJV Anfang vergangener Woche mitgeteilt worden, dass der zweite Entwurf bereits der Staatskanzlei zugestellt wurde und anschließend dem parlamentarischen Verfahren zugeleitet werden solle. Der LJV verurteilt den wiederholten Alleingang des Landwirtschaftsministers Axel Vogel (Bündnis 90/ Die Grünen). Bereits Anfang des Jahres hatte der Minister mit seinem ersten Entwurf des Landesjagdgesetzes für eine enorme Kritikwelle gesorgt. Damals wollte man unter anderem Eigenjagden schon ab 10 Hektar ermöglichen. Auch ein Gutachter hatte den Entwurf als verfassungswidrig eingestuft.

Betroffene wurden nicht miteinbezogen

„Wir werten die in den über 70 Stellungnahmen eingegangenen Vorschläge der Verbände und Einzelpersonen sowie die Anmerkungen der anderen Ministerien aus und werden sie im überarbeiteten Gesetzentwurf berücksichtigen“, hatte Vogel damals verlauten lassen. Laut LJV sei dies jedoch nicht geschehen. Bei der Überarbeitung des neuen Entwurfs seien „entgegen allen Absprachen die Betroffenen ignoriert“ worden. Die 70 Stellungnahmen zum ersten Jagdgesetzentwurf seien nach Informationen des LJV nur in „redaktionellen Änderungen“ eingeflossen.

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