Jäger schoss freilaufenden Malamute - Hauptverhandlung steht an

Im Sommer sorgte ein Vorfall aus Bayern für Furore: Ein Jäger tötete einen Hund am Mainufer.
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Der Jäger, der einen Malamute bei Haßfurt schoss, ist bereits gerichtsbekannt.
Der Jäger, der einen Malamute bei Haßfurt schoss, ist bereits gerichtsbekannt.

Im Juli hat ein Jäger bei Haßfurt den Hund eines Touristenehepaares getötet. Vor dem Amtsgericht Haßfurt kommt es nun zur Hauptverhandlung, nachdem der Schütze Einspruch eingelegt hat. Ein Termin für die Verhandlung steht noch nicht fest.

Hund erschossen am Mainufer

Damals war ein Ehepaar mit ihrer Alaskan-Malamute-Hündin „Mara“ in einem Kanu auf dem Main unterwegs. In der Nähe des Mainkraftwerks bei Knetzgau wollten sie anlanden. Dabei sprang Hündin „Mara“ ins Wasser und schwamm ans Ufer und begab sich auf die Mainwiese. Der Jäger, der scheinbar zufällig in der Nähe war, soll dann auf „Mara“ geschossen haben. Der Schuss tötete den Hund.

Zwei Seiten, zwei Meinungen

Laut dem Jäger soll „Mara“ einen Hasen gehetzt haben. Die Halterin betonte gegenüber der „Mainpost“, dass die Hündin aufgrund eines Hüftschadens dazu nicht in der Lage gewesen sei.

Ein hinzugerufener Tierarzt konnte für die Hündin nichts mehr tun. Nach dem Schuss soll sich der Jäger vom Geschehen entfernt haben – ohne mit dem Ehepaar zu sprechen oder sich um den Hund zu kümmern.

Jäger ist gerichtsbekannt

Letztlich erließ die Bamberger Staatsanwaltschaft Strafbefehl. Im Raum stand eine Geldstrafe, deren Höhe auch vom Amtsgerichtdirektor gegenüber der Lokalpresse nicht genannt wurde. Der Einspruch des Jägers gegen den Strafbefehl legt nahe, dass die Strafe ihn den Jagdschein kosten könnte. Der Mann ist nicht zum ersten Mal vor Gericht.

Schon 2020 musste er sich wegen Bedrohung und Beleidigung von Reitern vor dem Richter verantworten. Die Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 30 Euro wurde schließlich vom Landgericht Bamberg auf 40 Tagessätze reduziert. Und: Selbst ein Waidgenosse des Jägers und ein pensionierter Polizist sprechen – so die Lokalpresse – von bedrohlichen Begegnungen mit dem Mann.

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