Ist der Wolf bald nicht mehr streng geschützt?

An keinem Tier scheiden sich derart die Geister, wie beim Wolf. Die EU hat jüngst eine wegweisende Entscheidung gefällt.
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Wird die Kommission eine Resolution des EU-Parlaments akzeptieren?
Wird die Kommission eine Resolution des EU-Parlaments akzeptieren?

Es ist ein Paukenschlag für die Wolfspolitik in der EU. Der derzeitige Schutzstatus des Wolfes steht seit Donnerstag, 25. November, auf der Kippe.

Ursache dafür ist eine Entscheidung des EU-Parlaments, beziehungsweise eine Resolution aus Südtirol. Vorbereitet hatte diese – so das Medium „stol.it“ der Politiker Herbert Dorfmann von der Südtiroler Volkspartei, einer christdemokratisch ausgerichteten Regionalpartei.

Am 25. November entschied sich dann, nach langer Vorbereitungszeit der Resolution, eine Mehrheit im EU-Parlament dafür, dass der Schutzstatus des Wolfs überdacht werden muss. Rechtlich bindend ist die Entscheidung aus dem Parlament jedoch nicht. Allerdings hat Dorfmann eine Hoffnung: Er hofft, dass sich die Kommission nicht über die Mehrheit des Parlaments hinwegsetzt. Die Resolution habe dazu geführt, dass sich alle Beteiligten mit dem Wolf auseinandersetzen müssten und die Situation neu zu bewerten hätten.

Eine Abkehr von der bisherigen Wolfspolitik beziehungsweise dessen Schutzstatus fordert der Deutsche Jagdverband bereits seit längerem. Der Verband pocht darauf, dass der Canide statt „streng geschützt“ nur noch „bedingt geschützt“ im Anhang der FFH-Richtlinie geführt wird.

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