Hunde ausgebüxt: Jäger schießt wildernden Hund

In Bayern hat ein Jäger einen Hund im Revier geschossen. Der Hund soll zuvor ein Reh gehetzt haben.
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Die Hunde waren Anfang Juli ihrem Besitzer entlaufen (Symbolbild).
Die Hunde waren Anfang Juli ihrem Besitzer entlaufen (Symbolbild).

Am vergangenen Samstag hat ein Jäger in der Gemeinde Wörthsee (Bayern) einen Hund geschossen. Wie die Polizei berichtet, soll der Hund zuvor ein Reh gehetzt haben. Der nun geschossene sowie ein weiterer Hund wurden von ihrem Besitzer bereits am 8. Juli als abgängig gemeldet. Auch der zuständige Jagdpächter meldete der Polizei am 14. Juli zwei herrenlose Hunde ohne Halsband in seinem Revier. Wie die Polizei weiter mitteilt, hätte er auch Wildkameraaufnahmen der beiden Hunde dabeigehabt. Die Beamten hätten vor Ort jedoch die Hunde nicht feststellen können.

Hund soll ein Reh gehetzt haben

Am 6. August meldete der Jagdpächter der Polizei dann schließlich, dass einer seiner Begehungsscheininhaber einen der Hunde nordwestlich einer Grundschule geschossen hätte. Der Vierbeiner habe ein Reh gehetzt. Die Umstände der genauen Schussabgabe werden nun ermittelt. Gegenüber der Redaktion erklärte ein Polizeisprecher, dass dies jedoch nur von Amtswegen geschehe und der Abschuss eines wildernden Hundes durch das Bayerische Jagdgesetz abgedeckt sei. Der zweite Hund sei mittlerweile wieder in der Obhut seines Besitzers.

Passantin zeigt sich geschockt

Gegenüber „merkur.“ beschwerte sich nun eine Passantin über den Abschuss. Sie hätte sich zu dem Zeitpunkt mit ihren Kindern auf einem Spielplatz in der Nähe befunden. Sie und ihre Kinder hätten sich durch den Schuss so erschrocken, dass sie „erst mal gerannt“ seien, so die Frau gegenüber dem „merkur“. „Wir haben uns bemerkbar gemacht, um Hilfe gerufen. Er muss uns gesehen haben, hat aber nicht reagiert und später behauptet, er habe sein Hörgerät nicht drin gehabt“, wird die Frau weiter zitiert.

Der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Hartwig Görtler, erklärt, dass bei der Schussabgabe laut dem zuständigen Revierpächter zu keiner Zeit eine Gefahr für die Passanten bestanden hätte. Die beiden Hunde hätten bereits mehrere Rehe auf „dem Gewissen“ gehabt. Die Polizei in Herrsching sucht nun nach weiteren Zeugen.

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