Forderung von Jägern: Mehr Polizeipräsenz im Revier

In Rheinland-Pfalz soll ein Wilderer sein Unwesen treiben. Nun hoffen Jäger auf mehr Polizeipräsenz im Revier.
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In Nordrhein-Westfalen scheinen Wilderer ihr Unwesen im Dunkeln zu treiben.
In Nordrhein-Westfalen scheinen Wilderer ihr Unwesen im Dunkeln zu treiben.

Eigentlich wollen Jäger Ruhe im Revier. Nicht so aber im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz. Ihr Ansinnen hat einen ernsten Hintergrund. In den vergangenen Wochen hat der Kreisgruppenvorsitzende Torsten Windecker immer wieder Spuren von Wilderei entdeckt.

Deutliche Zeichen für mögliche Wilderei

Dem "SWR" berichtete der Jäger von nächtlichen Schüssen und Hundegebell. Beides ließ sich nicht auf bekannte Jäger und deren Hunde zurückführen. Außerdem seien Männer mit Kopf- und Taschenlampen im Wald unterwegs gewesen. Die Jäger am Donnersberg haben tote Wildtiere mit Schusswunden gefunden worden. Im Fokus steht auch ein unbekannter Quad-Fahrer, der mit sichtbarem Gewehr in dem Gebiet unterwegs war.

Bogenjagd am Wechsel?

Im Revier hat Windecker zudem einen Pfeil in einem Baum gefunden, der regelmäßig als Stand bei Gesellschaftsjagden dient. Der Grund: direkt dahinter verläuft ein Wechsel. Für Windecker ein Zeichen, dass dort mit Pfeil und Bogen gejagt worden sei.

Gegenüber dem "SWR" teilte der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling (SPD) mit, dass Wilderei in der Kriminalstatistik nicht heraussteche. Trotzdem müsse man jedem Fall nachgehen. Laut dem SWR arbeiten Polizei und Landesjagdverband daran, sich besser abzustimmen.

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