Entnahme von Rhöner Wolfshybriden: Behörden mauern

Ende Dezember vergangenen Jahres stand fest, dass Wolfshybriden entnommen werden müssen. Allerdings: Eine Behörde blockt.
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In der Rhön sorgen Hybriden derzeit für Ärger unter den Weideviehhaltern.
In der Rhön sorgen Hybriden derzeit für Ärger unter den Weideviehhaltern.

In der Rhön kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Nutztierrissen. Nach der Analyse stand Ende Dezember fest: Wolfshybriden stecken dahinter. Die Entnahme steht mittlerweile fest. Ob seitdem zu Entnahmen gekommen ist, lässt sich nur schwer beantworten. Das Landesamt für Umwelt blockt die Anfragen der PIRSCH ab.

Landratsamt verweist auf LfU

Mehrfache Nachfragen beim LfU, das für die Entnahmen zuständig ist, blieben ohne Antwort. Ungewöhnlich, besteht doch eigentlich ein Auskunftsanspruch der Presse gegenüber Behörden. Die PIRSCH wollte wissen, ob bereits Hybriden geschossen worden sind, wie viele bereits geschossen worden sind und falls dem nicht so ist, wo Hürden liegen. Antworten blieb das LfU der Redaktion schuldig. Von einem Sprecher heißt es: „Zu den laufenden Aktivitäten im Zusammenhang mit der Entnahme von Wolfshybriden gibt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) derzeit keine weiteren Auskünfte.“ 

Die Begründung? Es handele sich um ein laufendes Verfahren. Eine vorzeitige öffentliche Erörterung von Details erschwere die Entnahme. Kurios: Das LfU selbst veröffentlichte im Dezember die Pressemitteilung, in der die Entnahme erstmals thematisiert wurde. "In Hinblick auf die sehr kontroversen Positionen zu diesem Thema hängt die Umsetzung der Maßnahme von einer vertrauensvollen und diskreten Zusammenarbeit ab", teilt ein Sprecher des LfUs mit.

Vor Ort, beim Landratsamt Rhön-Grabfeld, zeigt sich ein ähnliches Bild. Auskünfte gibt es nicht. Das Landratsamt verweist auf das LfU. Auskünfte auf unsere Fragen? Fehlanzeige.

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