Botswana vergibt 294 Lizenzen für Elefantenjagd

Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Jagdlizenzen soll der Naturschutz in dem afrikanischen Binnenstaat unterstützt werden.
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Die Jagd auf die Elefanten folgt strengen Regeln (Symbolbild).

Nachdem 2019 in Botswana die Elefantenjagd unter strengen Auflagen wieder legalisiert wurde, verkauft die Regierung Botswanas dieses Jahr erneut Lizenzen für die Jagd auf die Dickhäuter. Die knapp 300 Genehmigungen werden an im Lande tätige Safari-Unternehmen veräußert, erklärt der botswanische Nationalpark-Direktor Kabelo Senyatso. Dadurch könnten die Lizenzen an internationale Jäger weiterverkauft werden. Die Gelder für den Trophäenabschuss fließen in die Naturschutzprogramme der botswanischen Regierung zurück.

Naturschutzprogramm sichert Elefantenbestand

Die botswanischen Naturschutzprogramme genießen international einen guten Ruf. In den letzten 30 Jahren hat sich der Elefantenbestand in dem Land von 50.000 auf 130.000 Tiere fast verdreifacht. Damit beherbergt Botswana beinahe ein Drittel des afrikanischen Bestands an Elefanten. Eine selektive Freigabe zur Bejagung einzelner Tiere greift demnach kaum und wenn nur regulierend in den Elefantenbestand ein. 2020 hatte die botswanische Regierung 83 Lizenzen versteigert. Das Fleisch der erlegten Tiere wird von den Safari-Unternehmen fachgerecht zerwirkt und auf lokalen Märkten angeboten.

Park-Ranger als Schutz gegen Wilderei

Die durch die Abschüsse generierten Einnahmen garantieren einen Ausbau der Schutzprogramme. Hierzu zählen unter anderem die Ausbildung und Ausrüstung von botswanischen Park-Rangern. Sie sollen Nashorn, Elefant und co. vor Wilderern schützen. Diese sind in vielen Teilen Afrikas eine der größten Bedrohungen für den Wildtierbestand.

Die lokale Wirtschaft profitiert

Als vor einigen Jahren EU-Politiker die Einfuhr von Jagdtrophäen nach Europa zu unterbinden versuchten, betonte die Weltnaturschutzorganisation (IUCN), dass die dadurch entstehende Einschränkung der kontrollierten und legalen Trophäenjagd in Afrika nicht nur die Schutzbemühungen gegen Wilderei und damit den Artenreichtum gefährdeten, sondern auch die Einnahmen der lokalen Bevölkerung torpedieren würden. Neben den Einnahmen für den Naturschutz profitiert die lokale Bevölkerung von den Jagdtouristen. Die Branche bietet ihnen Arbeitsplätze und liefert Steuereinnahmen.

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