Borna-Virus: Person stirbt an gefährlichem Virus

Eine am Bornavirus erkrankte Person ist nach der Infektion mit der Tierseuche gestorben. Auch Jäger können gefährdet sein.
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Die infizierte Person verstarb an dem Borna-Virus (Symbolbild).
Die infizierte Person verstarb an dem Borna-Virus (Symbolbild).

Anfang Juni hatte sich ein Person im Landkreis Mühldorf am Inn (Bayern) mit dem Borna-Virus (BoDV-1 - Borna Disease Virus 1) infiziert. Wie „br.de“ nun berichtet, sei die Person an der Infektion verstorben. Das Virus führt zu schweren Gehirnentzündungen.

Damit handelt es sich um dritte infizierte Person im Landkreis seit 2019. Alle Erkrankten seien an den Folgen des Borna-Virus verstorben, so das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) gegenüber „br.de“.

Rund 40 Fälle in Deutschland

Bei rund 40 Menschen wurden bislang BoDV-1 Erkrankungen in Deutschland nachgewiesen. Die überwiegende Mehrheit tritt dabei in Bayern auf. Eine Übertragung mit dem Borna-Virus erfolgt nach aktuellem Stand der Forschung durch den Kontakt zur Feldspitzmaus (Crocidura leucodon) und deren Ausscheidungen (Speichel, Kot und Urin) – dadurch sind Menschen im ländlichen Raum, wie etwa Jäger und Landwirte, besonders gefährdet. Ursprünglich trat das Borna Disease Virus 1 (BoDV-1) als Erreger der Borna’schen Krankheit bei Säugetieren wie Pferden und Schafen auf. Forscher gehen davon aus, dass Schalenwild vermutlich infizierbar sei, und wie der Mensch einen Fehlwirt darstellt.

Um mehr über das Bornavirus zu erfahren, haben das LGL zusammem mit dem Universitätsklinikum Regensburg im Landkreis Mühldorf kürzlich eine Studie gestartet.

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