Ärger um Wolfsabschuss: Grüner Minister zieht Beschwerde zurück

Olaf Lies hatte gegen eine gekippte Abschussgenehmigung Beschwerde eingelegt. Der neue Grüne Umweltminister hat diese nun zurückgegeben.
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Die Wölfe des Friedeburger Rudels müssen vorerst keinen Abschuss befürchten (Symbolbild).
Die Wölfe des Friedeburger Rudels müssen vorerst keinen Abschuss befürchten (Symbolbild).

Ein klares Zeichen gegen die bisherige Wolfspolitik in Niedersachsen? Der neue grüne Umweltminister Christian Meyer hat nun eine Beschwerde gegen ein Abschussverbot für Wölfe zurückgezogen. Unter dem damaligen Umweltminister Olaf Lies war damals eine Ausnahmegenehmigung für Wölfe aus dem Friedeburger Rudel in der Nähe von Jever erlassen worden. Das Verwaltungsgericht hatte die Ausnahmegenehmigung jedoch Ende Oktober gekippt. Die Beschwerde, die damals noch unter Lies, beim Oberverwaltungsgericht in Lüneburg eingereicht wurde, ist nun unter der neuen Regierung zurückgezogen worden.

Grüne setzen auf Dialog mit betroffenen Verbänden

Wie ein Sprecher des Umweltministeriums gegenüber der dpa mitteilt, habe man sich zur Rücknahme der Beschwerde entschlossen, da es „unterschiedliche juristische Sichtweisen zur Auslegung des EU-Rechts gebe.“ Stattdessen setze man auf einen Dialog mit betroffenen Verbänden. In der Vergangenheit hatte Christian Meyer das Vorgehen zum Wolf unter Olaf Lies mehrfach kritisiert. Eine Anfrage seitens der Redaktion beim Ministerium, ob und wie viele aktive Abschussgenehmigungen es derzeit in Niedersachsen noch gibt, konnte oder wollte man bislang nicht konrekt beantworten.

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