Abschussgenehmigung gekippt: Wolf darf nicht geschossen werden

Erneut muss Olaf Lies für die Entnahme eines Wolfs vor Gericht kämpfen. Ein Gericht hatte heute einem Widerspruch stattgegeben.
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Der Wolf aus dem Friedeburger Rudel darf (vorerst) weiter leben.
Der Wolf aus dem Friedeburger Rudel darf (vorerst) weiter leben.

In Niedersachsen wurde die Ausnahmegenehmigung für den Abschuss eines Wolfes aus dem Friedeburger Wolfsrudel gestoppt. Wie das niedersächsische Umweltministerium bekannt gibt, habe das Verwaltungsgericht Oldenburg einem Widerspruch zur Ausnahmegenehmigung stattgeben. Umweltminister Olaf Lies kündigte direkt an, Beschwerde gegen diese Entscheidung einlegen zu wollen.

Beobachtung mit Kameras nicht durchführbar

Das Oldenburger Gericht habe in seinen Begründungen einer noch restriktiveren Weg verlangt, als es bisher der Fall sei. Dadurch könnten Wolfsabschüsse künftig unmöglich sein, befürchtet Lies. „Die verlangte Beobachtung der Wölfe mit Kameras und entsprechenden Personen hat mit dem, was in der Realität umsetzbar ist, nicht mehr viel zu tun. Damit wäre es alles andere als sicher, dass Problemwölfe künftig überhaupt getötet werden dürfen“, so der Umweltminister.

Problemwölfe dürfen nicht unantasbar sein

Olaf Lies betont, dass die Wolfspopulation in Niedersachsen noch immer rasch wachsen würde. Derzeit gebe es mindestens 44 Wolfsrudel mit rund 400 Tieren. Das schnelle Wachstum der Wolfspopulation erschwere dadurch die Identifikation einzelner Problemwölfe, dies dürfe jedoch nicht zu der „paradoxen Situation“ führen, dass Wölfe, welche sich auf Rinder oder Pferde als Beute spezialisiert haben, unantastbar sind.

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