Wolfsabschuss: Bund Naturschutz klagt gegen Entnahmegenehmigung

Der Bund Naturschutz in Bayern hatte seine Klage angekündigt. Nun ist sie beim Verwaltungsgericht München per Eilantrag eingegangen.
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Der Wolf ist laut Untersuchung für mehrere Nutztierrisse verantwortlich (Symbolbild).

Die Entnahmegenehmigung für den Wolf mit der Kennung GW2425m im bayerischen Traunstein hatte in den letzten Tagen nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch bei vielen Jagd- und Naturschutzvereinigungen für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach Bekanntwerden des positiven Bescheids des Entnahmeantrags von Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) hatte der Bund Naturschutz in Bayern (BN) angekündigt, gegen diese Entscheidung klagen zu wollen. Am Mittwochnachmittag ist ein Eilantrag des BN beim Verwaltungsgericht in München eingetroffen, berichtet die Passauer Neue Presse.

Abschuss verstöße gegen geltendes Recht

„Der von der Regierung Oberbayern genehmigte Abschuss verstößt […] gegen das Bundesnaturschutzgesetz und EU-Verordnungen“, begründetet der BN seine Klage in einer Pressemitteilung. BN-Vertreter Uwe Friedel argumentiert, „dass das Verhalten des Wolfes kein Grund für eine Entnahme“ sei. „Der Traunsteiner Wolf wäre der erste Wolf in Bayern seit 140 Jahren, der mit staatlichem Segen bzw. auf staatliche Anordnung abgeschossen wird.“

Bayerischer Bauernverband begrüßt Entnahmegenehmigung

Die Entscheidung der Oberbayerischen Regierung zur Entnahme des Wolfs wurde damit begründet, dass der Wolf für eine Vielzahl an Nutztierrissen verantwortlich sei. Eine Expertenkommission hatte befürchtet, dass es unter Umständen zu gefährlichen Begegnungen und Konflikten mit Menschen kommen könnte, da sich der Wolf wiederholt in der Nähe von Häusern aufgehalten hatte. Der Bayerische Bauernverband (BBV) hatte die Entscheidung begrüßt.

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