Aujeszkysche Krankheit bei Wildschwein nachgewiesen

Bei einem Stück Schwarzwild wurde in Bayern bei einer Stichproben-Untersuchung das Aujeszky-Virus festgestellt. Nun gilt Vorsicht.
Image
WIildschwein-Wald
Bei einem Wildschwein wurden Antikörper des Erregers der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen.

Wie der Landkreis Landshut in einer Pressemitteilung heute (6. Mai) bekanntgibt, wurde bei einer stichprobenartigen Untersuchung eines Wildschweins das Aujeszkys-Virus nachgewiesen. Das Stück Schwarzwild wurde im Raum Rottenburg (Landkreis Landshut, Bayern) erlegt.

Auf Nachfrage der Redaktion erklärt die Pressesprecherin Carina Weinzierl, dass im nördlichen Landkreis eine hohe Schwarzwilddichte vorherrscht. Zudem gebe es dort zahlreiche Hausschweinbestände. Daher ist man seit einiger Zeit auch um ein großflächiges ASP-Monitoring bemüht. „Wir arbeiten hier mit den Jägern sehr gut zusammen“, gibt Weinzierl an.

Infizierter Jagdhund muss eingeschläfert werden

Der letzte bekannte Fall mit dem Virus der Aujeszkyschen Krankheit im Landkreis war 2018. Hier hatte sich ein Jagdhund mit der Pseudowut infiziert und musste eingeschläfert werden, so die Pressesprecherin.

Handlungsempfehlungen

Deshalb empfiehlt das Veterinäramt Landshut unbedingt, folgende Hinweise zu beachten:

  • Führen Sie Hunde im Wald oder in Waldnähe an der Leine
  • Benutzen Sie ausschließlich die befestigten Wege
  • Vermeiden Sie Kontakt zu lebenden Wildschweinen als auch deren Kadavern
  • Lassen Sie die Hunde in keinem Fall in die Nähe von Luderplätzen und Wildtiersammelstellen
  • Jäger sollten den Schwarzwild-Aufbruch, weder am Hof noch auf den Luderplätzen, offen liegen lassen, da sich auch ihre Jagdhunde anstecken können
  • Verfüttern Sie kein rohes (Wild-) Schweinefleisch oder Innereien an Ihre Tiere
  • Landwirte sollen ihre Biosicherheitsmaßnahmen dringend einhalten und laufend überprüfen
Weitere Funktionen
Kommentieren Sie