Rehkitz läuft in den Tod, weil "Tierschützer" es "befreit"

Ein vermeintlicher Tierschützer "befreite" ein gerettetes Rehkitz, sodass dieses noch vor der Mahd in die Wiese zurücklief.
Rehkitz in einer Wiese

Eigentlich lief alles nach Plan, als Jagdpächter Philipp Meitinger zusammen mit seinem Team eine Wiese im Landkreis Kelheim (Bayern), die wenig später gemäht werden sollte, per Drohne nach Jungwild absuchte. Der Landwirt hatte sich rechtzeitig am Tag vorher gemeldet und bereits selbstständig Scheuchen aufgestellt. Dennoch konnte mit der Wärmebilddrohne gegen 5 Uhr morgens noch ein Rehkitz entdeckt werden. Wie üblich wurde dieses aus der Fläche getragen und unter einem Wäschekorb, der mit einem großen etwa sechs Kilogramm schweren Stein beschwert wurde, gesichert.

Falsch verstandene Tierliebe führte in den Tod

In der Folge suchten der Jagdpächter und sein Team noch weitere Flächen nach Jungwild ab, um dieses vor dem Mähtod zu retten. Als Meitinger im Anschluss daran an die bereits gemähte Fläche zurückkehrte, um das Kitz wieder in die Freiheit zu entlassen, befand sich dies allerdings nicht mehr unter dem Korb. Dieser war umgedreht und der Stein lag daneben. Nach kurzer Suche entdeckten die Jäger das Kitz – es lag vermäht in der Wiese. Offensichtlich hatte ein vemeintlicher Tierschützer das Kitz unter dem Korb entdeckt und aus falsch verstandener Tierliebe noch vor der Mahd befreit, sodass dieses zurück in die Wiese gelaufen war – und damit in den sicheren Tod.

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