Ministerpräsident Weil ist wütend über Drohungen gegen Jäger

Das Thema "Problemwolf" beschäftigt die Politiker in Niedersachsen. Jetzt hat Ministerpräsident Weil deutlich Stellung bezogen.
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Ministerpräsident Stephan Weil bezog deutlich Stellung zu den Drohungen gegen Jäger bei der Jagd nach Problemwölfen (Symbolbild).

Niedersachsens Landwirte und Weidetierhalter haben zunehmend mit Angriffe von Wölfen auf ihre Tiere zu kämpfen. Das Land erteilte bereits mehrfach Abschussgenehmigungen für Problemwölfe, jedoch gab es dabei stets viel Widerstand und Kritik von Wolfsbefürwortern.

Gegenüber der „BILD“ gab Ministerpräsident Stephan Weil an, dass, wenn es nach ihm und Umweltminister Olaf Lies gehen würde, es schon viel mehr Wolfsabschüsse geben würde. „Dass das noch nicht möglich war, stört uns sehr“, wird Weil zitiert. Der Ministerpräsident setzt dabei auf die neue Wolfsverordnung, welche ein „energischeres Vorgehen“ ermöglichen soll.

„So mancher Städter spricht über den Wolf wie von einem Kuscheltier.“

Auch hofft Ministerpräsident Weil auf die Unterstützung der Jäger, gibt aber dabei auch zu Bedenken: „Das Thema ist hochemotional, klar, aber geklaute Wild-Kameras und Drohungen gegen Jäger machen mich wirklich wütend.“ Aufgrund von Sicherheitsbedenken hatte das niedersächsische Umweltministerium erst einige Wochen später nach Erteilung der aktuellen Abschussgenehmigung für den Rodewalder Problemwolf öffentlich davon berichtet. Auf Nachfrage, warum man erst so spät die Anfrage der Redaktion zur Erteilung der Abschussgenehmigung beantwortet hatte, gab das Ministerium im August an: „Beim Zeitpunkt der Beantwortung mussten wir sowohl die persönlichen Sicherheitsbedürfnisse der Jäger und anderer Beteiligter berücksichtigen wie auch die hoch emotionalisierte Szene der sogenannten „Wolfsfreunde“. Gegenüber der „BILD“ sagt Ministerpräsident Weil weiter: „So mancher Städter spricht über den Wolf wie von einem Kuscheltier.“ Die Realität würde jedoch anders aussehen. 

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