Jagdhund: Schweißarbeit mit dem Hund – Wilmas Woche

In der vergangenen Woche habe ich mich sehr dem Training der Hunde gewidmet. Mit Dackel "Wilma" arbeite momentan am Gehorsam und Nasengebrauch.
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Aufmacher

In einem vergangenen Beitrag über Dackel "Wilma" habe ich das Verhalten am erlegten Wild vom Hund beschrieben. Insgesamt arbeitet die Hündin mit viel Freude und Finderwillen. Mal eine Schleppe und mal eine Schweißfährte. Dabei findet sie die Duftspuren deutlich spannender als den Wildkörper an sich. Mittlerweile hat sich das aber auch schon etwas verändert – so konnte sie neulich ihre erste Ente aus dem Wasser anlanden. Dabei ist sie zwar fast untergegangen, aber die Beute wurde nicht losgelassen. So ein "feinet Hündken".

Retriever Freddy im Fokus

In der vergangenen Woche lag die Konzentration etwas mehr auf meinem Retrieverrüden "Freddy". Für uns stand die Verbandsschweißprüfung an. Mit gemischten Gefühlen machten wir uns früh morgens auf den Weg ins Nachbarbundesland. An diesem Tag wurden insgesamt sieben Hunde geprüft. Mit meiner gezogenen Startnummer stand für "Freddy" und mich die letzte Fährte des Tages an.

Gegen Mittag war es dann so weit. Entspannt und ruhig suchten der Rüde und ich den Anschuss, bis ich ihn mit dem Befehl „wo ist deine Fährte?“ losschickte. "Freddy" zog an, ich ging hinterher und die Corona der Richter und Zuschauer folgte uns. Die ersten 300 bis 400 Meter der Fährte fielen uns schwer. Ich hatte das Gefühl, dass "Freddy "die Fährte nicht genau arbeitete. Das dichte Stangenholz, die Brombeeren und Brennnesseln, Bäche und Schluchten erschwerten uns zusätzlich die Suche nach dem richtigen Weg. Trotz meines mulmigen Gefühls verwies mir der Retriever mehrere Wundbetten und hin und wieder mal Schweiß. Ab der zweiten Hälfte der Fährte ging es deutlich besser. "Freddy" sog sich am Boden fest und lief wie auf Schienen. Ich gab ihm mehr Riemen. So gingen wir bergauf und bergab durch das schwere Gelände. Plötzlich und unverhofft standen "Freddy" und ich dann vor dem Stück. Wir hatten es geschafft! Und wäre das nicht genug, wurde die Nasenarbeit mit dem I. Preis belohnt. Ich bin mächtig stolz auf den Hund.

"Freddy" ist mein erster Hund, den ich selbst ausbilde. Nach der Anlagensichtung, Brauchbarkeit und ein paar nicht-jagdlichen Prüfungen, war die Verbandsschweißprüfung die aufregendste und schwerste Prüfung für mich. Umso glücklicher bin ich, dass wir sie mit so einem tollen Ergebnis bestanden haben.

Nun ist Dackel "Wilma" die Nächste in der Prüfungsreihenfolge. Bleibt also gespannt.

 

Begleitet die kleine „Wilma“ wöchentlich in ihrem Leben vom Welpen zum Dackel – mit freundlicher Unterstützung von AKAH.

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